BESTKLIMA

 

BESTKLIMA - Entwicklung, Test und Evaluation eines Managementsystems zur Umsetzung und Qualitätssicherung von Teilkonzepten Anpassung – am Beispiel der Regionalen KlimaAnpassungsstrategie im Bergischen Städtedreieck

 

Ausgangslage:

Infolge des Klimawandels werden nun neben Klimaschutz- insbesondere auch Klimaanpassungsmaßnahmen vorangetrieben werden. Klimaanpassungsstrategien sollen dabei helfen, die aktuellen Risiken des Klimawandels zu identifizieren und zu bewerten, den möglichen Handlungsbedarf zu benennen sowie konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Auch die Städte des Bergischen Städtedreiecks haben sich entschieden, sich der Herausforderung „Klimaanpassung“ zu stellen und wollen sich auf schleichende Klimaveränderungen und zunehmende Extremereignisse wie Hitzeperioden, Starkregen oder Stürme einstellen. Extremwetterereignisse sind schon in der Vergangenheit im Bergischen Städtedreieck aufgetreten, weshalb ein Bedarf für proaktives Handeln erkannt wurde. Deswegen wollen die drei Kommunen Wuppertal, Solingen und Remscheid in Zukunft die aufkommende Entwicklung aktiv gestalten und Klimaanpassungsmaßnahmen durchführen.

Das Projekt BESTKLIMA baut auf dem bereits erstellten Klimaschutz-Teilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel für die Städte Solingen und Remscheid auf, in welchem insgesamt 36 Maßnahmen für die Region erarbeitet wurden. Die reine Existenz einer regionalen Anpassungsstrategie ist jedoch kein Garant dafür, dass die darin enthaltenen Maßnahmen dauerhaft Eingang in das alltägliche Verwaltungshandeln finden. Im Laufe des Projekts BESTKLIMA werden folglich Vorschläge zur Integration verschiedener Anpassungsmaßnahmen in das Verwaltungshandeln entwickelt und somit ein wichtiger Beitrag zur eigentlichen Umsetzung der Anpassungsstrategie des Bergischen Städtedreiecks geleistet.

 

Projektziel:

Das Gesamtziel des Vorhabens ist es, das Klimaschutzteilkonzept „Anpassung an den Klimawandel für die Städte Solingen und Remscheid“ vom Oktober 2014 bis 2017 gemeinsam mit den regionalen Akteuren (d.h. mit den Städten Remscheid, Solingen, Wuppertal, der Bergischen Entwicklungsagentur und weiteren Personen und Institutionen) umzusetzen und dabei ein übertragbares Qualitätsmanagement- und Evaluationssystem zu entwickeln. Dieses System soll auch ein Monitoring des städtischen bzw. regionalen Anpassungsfortschritts durch ein standardisiertes Berichtswesen und kontinuierliche Evaluationen leisten. Hierfür wird vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen eine Methodik entwickelt und angewendet.

Das übergeordnete Erkenntnisinteresse besteht darin zu testen, wie umfangreiche, d.h. hinsichtlich der bearbeiteten Themen, der beteiligten Akteure und der Art der zur Umsetzung vorgesehenen Maßnahmen komplexe Anpassungsvorhaben auf stadtregionaler Ebene organisiert und gesteuert werden können. Es geht somit um die Erprobung eines Klimawandel-Governance-Ansatzes in einem stadtregionalen Kontext, die Dokumentation der dabei durchgeführten Aktivitäten und die Erarbeitung von Empfehlungen für andere Kommunen bzw. kommunale Netzwerke bei der Umsetzung von Anpassungsprozessen.

 

Projektinhalt und -aufbau:

Das ISB ist zunächst zuständig für die Bildung von Kompetenznetzwerken, in denen themenbezogen die relevanten Personen aus den drei Stadtverwaltungen zusammengebracht werden. Weiterhin ist die Ermittlung der Motivation und Handlungsspielräume notwendig, um zur Umsetzung konkretisierter Maßnahmen und Projekte zu kommen. Unter kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit und nach Angleich der Datenlage in zwei Teilbereichen („Siedlungsklima“ sowie „Fließwege und Mulden“) sollen ausgewählte Maßnahmen aus dem Klimaschutz-Teilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel umgesetzt werden. Zuletzt werden die für eine erfolgreiche Umsetzung von Anpassungsprozessen in städtischen und stadtregionalen Netzwerken relevanten Parameter beschrieben und in einem eigenen Ergebnisbericht bzw. Leitfaden überregional zur Verfügung gestellt.

Nähere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

 

Förderer

BESTKLIMA wird gefördert im Rahmen des Programms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Bereich 3: Aufbau kommunaler Leuchtturmvorhaben sowie interkommunaler oder regionaler Verbünde zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

 

Projektpartner:

Stadt Solingen, Stadt Remscheid, Stadt Wuppertal, Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

 

Laufzeit:

Oktober 2014 – September 2017

 

Bearbeiter am ISB:

Dr.-Ing. Andreas Witte ()

Kathrin Prenger-Berninghoff ()

Alice Neht ()