eMIND electric Mobility Integration – Düren

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Das Projekt „eMIND“ steht im Rahmen des Förderprogrammes „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020“ des BMWi. Innerhalb des Projektes arbeiten das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB), das Human-Computer Interaction Center (HCIC) sowie das Institut für Hochspannungstechnik (IFHT) als Vertreter der RWTH Aachen University mit der Stadt Düren sowie deren Unterauftragnehmern, die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft WIN.DN GmbH und dem Netzbetreiber Leitungspartner GmbH, zusammen. Die wissenschaftlichen Institute übernehmen in diesem Konsortium die Aufgabe der Begleitforschung, wohingegen die Stadt Düren mit ihren Partnern insbesondere für die Errichtung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und dem Aufbau eines kommunalen Energieportals in Düren verantwortlich ist.

Aktuell hat die Stadt Düren am Messstandort an der Euskirchener Straße mit 58 μg/m3 die zweithöchste Stickstoffdioxidbelastung in NRW und überschreitet den Grenzwert von 40 μg/m3 damit deutlich. Die Stadt Düren möchte dieser Grenzwertüberschreitung, nicht zuletzt um drohende Fahrverbote zu verhindern, entschlossen entgegenwirken. Daraus ergibt sich als Ziel des Verbundvorhabens die deutliche und nachhaltige Reduzierung der NOx-Belastung in der Stadt Düren durch die Unterstützung des Markthochlaufs der Elektromobilität. Die Elektrifizierung des MIV stellt, neben anderen im Masterplan Luftreinhaltung (Green City Plan) zusammengefassten Maßnahmen, hierbei für die Stadt Düren einen wichtigen Baustein zur Absenkung der NOx-Belastung im Stadtgebiet dar. Daher soll mit dem Projekt unter anderem die Akzeptanz, sowohl von Firmenflotten als auch von privaten Nutzern, zur Substitution von konventionellen Fahrzeugen durch Elektrofahrzeuge gesteigert werden. Zur Erreichung dieser Ziele wird im Rahmen des Projektes halb-öffentliche Ladeinfrastruktur in der Stadt Düren ausgebracht. Zudem werden Lade- und Serviceangebote untersucht, um eine kundenorientierte Bereitstellung der Infrastruktur zu gewährleisten. Die Berücksichtigung der zusätzlichen Auslastung der Stromnetze ist bei einer umfangreichen Ausbringung von Ladeinfrastruktur nicht zu vernachlässigen. Daher ist ein weiteres Ziel des Projektes die Automatisierung von Anschlussprüfungen von Ladeinfrastruktur, indem potentielle Engpasse untersucht und kostengünstige Standorte für den Netzanschluss identifiziert werden (kommunales Energieportal). Durch diese Digitalisierung der Anschlussprüfung leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zum Abbau von Netzhemmnissen.

Neben der Unterstützung der Stadt Düren bei der Standortwahl für die Ladeinfrastruktur basierend auf dem Standortfindungsmodelle für elektrische Ladeinfrastruktur (STELLA), besteht die Kernaufgabe des ISB in der Untersuchung der Fragestellung, welches Substitutionspotential von konventionellen Fahrzeugen durch Elektrofahrzeuge in der Stadt Düren möglich ist und welches Potential es zur Reduktion der NOx-Emissionen durch die gezielte Förderung der Elektromobilität gibt. Im Kontext des Modells STELLA ist dabei aus Standortsicht besonders die Frage von Bedeutung, welche Ladeinfrastrukturstandorte für das Substitutionspotential sowie für das Einsparpotential in besonderem Maße geeignet sind.

Der Schwerpunkt des HCIC liegt im Projekt eMIND in der Beantwortung der Forschungsfragen, welche ladeinfrastrukturbedingten Hemmnisse es für unterschiedliche Nutzergruppen gibt und welche Lade- und Serviceangebote einen Mehrwert zur Akzeptanz bei den einzelnen Nutzergruppen liefern.

Für das IFHT ist im Rahmen des Projektes die Frage, welche Methoden zum Lastmanagement von Ladeinfrastrukturen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Informations- und Messwertverfügbarkeiten eine Steigerung des Integrationspotentials von Ladeinfrastruktur ermöglichen, von besonderem Interesse. Weiterhin beschäftigt sich das Institut mit den Einflüssen, die diese Methoden auf die Belastung der Stromnetze haben.

  Trend der Stickstoffdioxid-Jahresmittelwerte Urheberrecht: Umweltbundesamt 2018, LANUV 2018
 
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Projektleitung: Dipl.-Ing. Waldemar Brost
Koordination und Bearbeitung: Teresa Eickels M.Sc.
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Laufzeit: August 2018 – September 2020

Projektkonsortium
Stadt Düren
WIN.DN GmbH
Leitungspartner
HCIC RWTH Aachen University
IFHT RWTH Aachen University

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