Abschlusstagung CIVITAS + emove am 24. und 25. Oktober 2016 in Aachen

26.10.2016

Am 24. und 25. Oktober fand die Abschlusskonferenz für die Mobilitätsprojekte CIVITAS DYN@MO, CIVITAS 2MOVE2 (Stuttgart) sowie emove in Aachen statt.  Die Fachtagung, die im Rahmen der CIVITAS Initiative von der Kommission der Europäischen Union gefördert wurde, wurde vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der RWTH Aachen, der Stadt Aachen sowie der Stadt Stuttgart ausgerichtet.

 

Die Konferenz begann am Nachmittag des 24. Oktobers mit zwei parallelen Fach-Exkursionen in Aachen. Bei typischem Aachener Regenwetter besuchte die erste Gruppe unter Leitung der Stadt Aachen Produktionsstätten von Elektrofahrzeugen. Der erste Halt wurde bei der ASEAG gemacht, denn das städtische Verkehrsunternehmen hat im Rahmen des CIVITAS-Projektes eigenhändig einen Hybridbus zu einem Elektrobus umgebaut. Dieser kam auch bei der Beförderung der Exkursionsteilnehmer zwischen den Programmpunkten zum Einsatz. Daraufhin besuchte die Gruppe die Produktionsstätten von Streetscooter in der Jülicher Straße sowie das Elektromobilitätslabor (eLab) der RWTH Aachen auf dem Campus Melaten, welches eine offene Infrastruktur zur Erforschung der Elektromobilität bietet.

Die zweite Exkursionsgruppe besuchte unter Leitung des ISB drei Standorte in Aachen, an denen in den letzten Jahren Mobilitätsstationen aufgebaut worden sind. Zunächst wurde die Mobilitätsstation „Westbahnhof“ besichtigt. Am Westbahnhof wurden Carsharing, Bikesharing, die Nutzung von Bus und Bahn sowie das Laden von Elektrofahrzeugen zu einem multimodalen Mobilitätsstandort zusammengeführt. Weiterhin wurden die Mobilitätsangebote besichtigt, die im Rahmen des Arbeitspaketes „Elektromobiles Wohnen“ an Wohnstandorten der städtischen Wohnungsgesellschaft gewoge AG in Aachen entwickelt wurden. Dort wurden unter anderem (E-)Carsharing-Stationen, Fahrradgaragen und E-Bike-Ladesäulen implementiert und neben den Bewohnerinnen und Bewohnern der Wohnungsgesellschaft auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. An einer Wohnanlage in der Turpinstraße wird der Strom für die Elektrofahrzeuge von cambio aus einer Photovoltaikanlage gespeist.

Am Abend des ersten Konferenztages fand im Hotel Total, einem Zwischennutzungskonzept einer ehemaligen Kirche, die Abendveranstaltung statt, an der viele Projektpartnerinnen und -partner teilnahmen und mit einer Bildershow auf die gemeinsamen Projektjahre zurückblickten.

Am Morgen des 25. Oktobers fand in den Räumlichkeiten der Katholischen Hochschulgemeinde die Fachtagung statt, an der rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Forschung, Verwaltung und Unternehmen teilnahmen.

Die Vorträge der ersten Session der Fachtagung befassten sich mit Planungsprozessen im Mobilitäts- und Verkehrssektor. Hier standen die Entwicklung von Verkehrsentwicklungsplänen und nachhaltigen, urbanen Mobilitätsplänen (SUMPs) sowie die Einbindung von Elektromobilität in kommunale Planwerke im Fokus. Die zweite Session widmete sich den Themen Luftreinhaltung und Elektromobilität und beinhaltete unter anderem einen aktuellen Blick auf die Feinstaubproblematik in Stuttgart. Im Weiteren ging es um den Einsatz von Elektrobussen im ÖPNV sowie von Elektro-Pkw in Carsharing-Flotten. Nach der Mittagspause folgten in der dritten Session Vorträge zum Mobilitätsmanagement, bei denen der Fokus auf das betriebliche Mobilitätsmanagement gerichtet war. In der letzten Session wurden die Themen Multimodalität und Entwicklung von Mobilitätsverbünden in zwei Praxisvorträgen aus Stuttgart und Aachen behandelt.

Abgeschlossen wurde die Konferenz mit einer Podiumsdiskussion zur zukünftigen Entwicklung von Mobilitätsverbünden und der Elektromobilität.

Die Veranstaltung bot einen sehr interessanten und spannenden Rückblick auf die Projekte CIVITAS DYN@MO, CIVITAS 2MOVE2 und emove. Die Referentinnen und Referenten berichteten über vielversprechende Ergebnisse und Erfolge aus den Projekten und daraus resultierende Maßnahmen sowie weitere Handlungsfelder für die Zukunft, um die Mobilität effektiver und nachhaltiger und die Städte lebenswerter zu gestalten.

Die Vorträge werden an dieser Stelle in Kürze zum Download zur Verfügung gestellt.

Session 1 | Planungsprozesse

Sustainable Urban Mobility Plans (SUMPs) - Der 2MOVE2 - Ansatz

Manfred Wacker

ISV | Universität Stuttgart

Partizipation bei der Verkehrsentwicklungsplanung in Aachen

Armin Langweg

Stadt Aachen

Elektromobilität in kommunalen Planwerken

Daniel Horn

ISB | RWTH Aachen

Session 2 | Luftreinhaltung & Elektromobilität

Feinstaubalarm in Stuttgart

Wolfgang Forderer

Stadt Stuttgart

Umbau eines Hybridbusses in einen Elektrobus

Walter Eßer

ASEAG

Elektrofahrzeuge und Carsharing - Eine optimale Verbindung .

Gisela Warmke

cambio Aachen

Session 3 | Mobilitätsmanagement

Betriebliches Mobilitätsmanagement

Wolfgang Forderer

Stadt Stuttgart

Mobilitätsmanagement an Hochschulen. Maßnahmen und Erfolge der FH und RWTH Aachen

Michael Boßhammer & Torsten Merkens

ISB | RWTH Aachen und ECSM | FH Aachen

Mobilitätsanalyse und Aufbau eines Fahrzeug-Pools bei der Stadt Aachen

Volker Gillessen

EcoLibro GmbH

Session 4 | Mobilitätsverbund

Umweltverbund Stuttgart

Michael Hagel

Stadt Stuttgart

Multimodaler Mobilitätsmix – Ein Mobilitätsverbund für die Aachener Region

Reyhaneh Farrokhikhiavi

Aachener Verkehrsverbund

Multimodale Mobilität

Prof. Dr. Thomas Ritz

FH Aachen

 

Abschlusstagung CIVITAS + emove