RWTH Mobilität 2025

 

Ausgangslage

Die 45 000 Studierenden und über 8 000 Beschäftigten der RWTH verursachen ein erhebliches Verkehrsaufkommen. Dies besteht sowohl aus Wegen von und zur Universität als auch aus Wegen zwischen den Universitätsstandorten. Mit diesem Projekt möchte die RWTH eine möglichst nachhaltige Abwicklung dieser Verkehre, zum Beispiel durch eine Verlagerung auf den Umweltverbund, fördern.

 

Projektziel

Im Fokus des Projektes steht insbesondere eine nachhaltigere Mobilität der Beschäftigten der RWTH. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung, der Etablierung von Sharing-Angeboten oder auch der Elektromobilität untersucht das Projekt, durch welche Maßnahmen auf dem Campus dieses Ziel unterstützt werden kann.

 

Projektinhalt und -aufbau

Das Projekt gliedert sich in verschiedene Themenfelder, die sowohl die Erfassung der bestehenden Rahmenbedingungen als auch die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen enthalten.

  Hauptverkehrsmittelwahl auf dem Arbeitsweg der Beschäftigten der RWTH Urheberrecht: © Boßhammer, 2016

Befragung der Beschäftigten und der Studierenden der RWTH Aachen University zu ihrem Mobilitätsverhalten

Die Erhebung des Mobilitätsverhaltens beinhaltet sowohl die Erfassung der Arbeitswege und Wege zum Studienort als auch die des innerbetrieblichen Verkehrsaufkommens. Da zum Beispiel eine Differenzierung der Nachfrage nach Fahrradabstellanlagen der Beschäftigten von der Nachfrage der Studierenden räumlich kaum möglich ist, wird das Mobilitätsverhalten beider Gruppen erhoben.

Ein weiterer Befragungsteil ermittelt die Präferenzen der Radfahrenden bezüglich der Gestaltung von Fahrradabstellanlagen, z. B. im Hinblick auf Entfernung vom Zielort oder die Zahlungsbereitschaft für erhöhte Sicherheit.

  Vorgehen bei der Ermittlung von Standorten für Kfz-Ladeinfrastruktur Urheberrecht: © ISB, 2020

Ladeinfrastruktur für Kraftfahrzeuge mit Elektroantrieb

Im Projekt ermittelt das ISB Standorte für Ladeinfrastruktur für Kraftfahrzeuge mit Elektroantrieb auf dem RWTH Gelände mit zwei Ansätzen. Eine Befragung liefert Aufschluss über den aktuellen Bedarf, etwa durch heute bereits vorhandene Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb. Darüber hinaus geht der absehbare zukünftige Bedarf nach Ladeinfrastruktur ein, der sich durch eine Prognose des Markthochlaufs der Elektromobilität auf dem Campus ergibt.

Ein Abgleich des so ermittelten Ladeinfrastrukturbedarfs mit örtlichen Rahmenbedingungen, z.B. dem Elektrizitätsnetz, führt dann zur Festlegung geeigneter Standorte für Ladeinfrastruktur auf dem Campus.

Fahrradabstellanlagen

Das ISB nimmt das bestehende Angebot an Fahrradabstellanlagen auf und ermittelt deren Auslastung stichprobenbasiert. In Kombination mit den Ergebnissen der Mobilitätsbefragung erarbeitet das Projekt ein Konzept, wie und wo das Angebot an Fahrradabstellanlagen erweitert werden sollte. Ein Fokus liegt dabei auf Abstellanlagen für hochwertige Fahrräder, auf Lademöglichkeiten für Pedelecs und auf Nachfragepotenzialen für verschiedene Standorte von Fahrradparkhäusern.

Innerbetriebliche Mobilität

Mit dem Ziel einer nachhaltigeren Abwicklung der innerbetrieblichen Mobilität ist die Einführung der movA-App für Beschäftigte der RWTH Aachen University geplant, die ein einfaches Buchen von externen Verkehrsmitteln durch die Beschäftigten ermöglichen soll. Daneben soll eine Verbesserung des Angebots an Sharing-Diensten durch die Identifizierung von Netzlücken erreicht werden. Weiterhin untersucht das Projekt Maßnahmen wie die Einführung eines Shuttlebusses oder auch des Dienstradleasings durch die RWTH Aachen University als Arbeitgeber.

 

Auftraggeber

RWTH Aachen University

 

Laufzeit

06.2020 - 05.2021

 

Ansprechpartner

David Kohlrautz, M.Sc.
Marcel Porschen, M.Sc.
Prof. Dr. Tobias Kuhnimhof