Concept ELV² - Technologie

 

Das übergeordnete Ziel des Projektes „Concept für Elektro-Lkw im schweren Verteilerverkehr“ besteht in der Entwicklung elektrisch angetriebener Fahrzeuge für den Güter- und Personenverkehr, damit diese in naher Zukunft Transportaufgaben ohne fossile Energieträger übernehmen können. Der Umstieg auf Elektromobilität ist notwendig um einerseits globale Emissionsgrenzen weiter reduzieren zu können, andererseits aber auch lokale Schadstoffkonzentrationen insbesondere in Innenstädten und Ballungsräumen zu senken und somit gesundheitsschädliche Folgen zu vermindern. Die Übernahme von Transportaufgaben durch Elektrofahrzeuge soll dabei ohne Abstriche an den Leistungsanforderungen erfolgen. Die Fahrzeuge müssen daher den Anforderungen der Unternehmen, welche sie betreiben, sowohl hinsichtlich der benötigten Tagesfahrstrecke, als auch der benötigten Nutzlast, genügen.

  Elektro-Lkw eActros von Daimler

Das Projekt gliedert sich in zwei Teilvorhaben, wobei das erste Teilvorhaben „Concept ELV² - Flottentest“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) gefördert und durch die Daimler AG durchgeführt wird. Innerhalb dieses Teils wird ein Probebetrieb von 10 E-Lkws im realen Geschäftsbetrieb verschiedener Unternehmen durchgeführt. Das zweite Teilvorhaben „Concept ELV² - Technologieentwicklung“ wird an der RTWH Aachen University durchgeführt und vom IKA geleitet. Innerhalb dieses Teilbereiches sollen neue Antriebskonzepte und Ladetechnologien entwickelt werden.

Dem ISB kommt die Aufgabe zu, die Anforderungsdefinitionen für den Lkw-Verkehr zu definieren. Bestehende Datensätze werden im Hinblick auf wegebezogene, fahrzeugbezogene und unternehmensbezogene Parameter ausgewertet und analysiert. Die Ergebnisse sollen in die Erstellung von Nutzerprofilen münden. Auf diese Weise können die benötigten Technologien direkt auf Anforderungen im realen Betrieb zugeschnitten werden. Aufbauend auf den Anforderungsdefinitionen wird das IKA eine Webplattform zur Einsatz- und Ladeinfrastrukturplanung im urbanen Umfeld entwickeln.

  Logo BMWi

Bearbeiter: Dipl.-Ing. Waldemar Brost, Dipl.-Ing. Alexandra Theißen
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Laufzeit: Okt 2017 – Jan 2020

Projektkonsortium:
IKA RWTH Aachen University
ISAC RWTH Aachen University
IFHT RWTH Aachen University
​Daimler AG