CADIA

 

Connected and Automated Driving: Socioeconomic Impact Assessment


Eine deutsch-japanische Forschungskooperation

  Schema des vernetztes und automatisierten Fahrens Schema des vernetztes und automatisierten Fahrens

Ausgangslage

Das vernetzte und automatisierte Fahren (Connected and Automated Driving - CAD) ermöglicht es, die Fahraufgabe teilweise bis vollständig an das Fahrzeug zu übergeben. Auf diese Weise entstehen neue Möglichkeiten im Verkehr, welche einen Einfluss auf die Mobilität und das Verkehrssystem haben. Neben der technischen Weiterentwicklung des privaten Pkw können durch die Technologie auch neue geteilte Mobilitätsangebote wie etwa Robotaxis entstehen. Es wird erwartet, dass sich durch CAD Vorteile bezüglich des Komforts, der Sicherheit und der Erreichbarkeit einstellen. Dies lässt verändertes Mobilitätsverhalten erwarten, zum Beispiel im Hinblick auf die Verkehrsmittelwahl.

 

Projektziele

Das Forschungsprojekt CADIA hat zum Ziel, mögliche Entwicklungen des vernetzten und automatisierten Fahrens und dessen Wirkungen zu untersuchen. Die beinhaltet:

  1. Erforschung, Beschreibung und Modellierung der Diffusion von CAD-Fahrzeugen, darauf basierenden Mobilitätsdienstleistungen sowie deren Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten.
  2. Verständnis von Faktoren, welche die Wahrnehmung, Adoption oder Ablehnung von CAD beeinflussen; dies wird oftmals auch als „gesellschaftliche Akzeptanz" bezeichnet.

Eine Besonderheit des CADIA-Projekts besteht darin, dass diese Untersuchungen analog für Deutschland und Japan durchgeführt werden. Dies zielt auf ein vertieftes Verständnis der Auswirkungen unterschiedlicher Rahmenbedingungen auf Diffusion und Wirkung von CAD-Technologie ab.

Das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr beschäftigt sich im Rahmen des Projekts vorrangig innerhalb des ersten Forschungsziels mit der Untersuchung und Vorausschätzung des zukünftigen Pkw-Besitzes von Privathaushalten.

  Einflussfaktoren auf den Pkw-Besitz Urheberrecht: © ISB, 2020 Einflussfaktoren auf den Pkw-Besitz

Vorgehen

Der Pkw ist heutzutage eines der wichtigsten und meistgenutzten Verkehrsmittel weltweit. Die Vorteile des Pkw liegen in der hohen Flexibilität, Reisegeschwindigkeit und Komfort. Demgegenüber stehen die Kosten, Umweltbelastungen und Ressourcenverbrauch. Die Entscheidung zum Kauf eines Pkw wird dabei meist von einem Haushalt gemeinsam getroffen.

Innerhalb des Projektes werden die maßgebenden Einflussfaktoren (siehe Abbildung) auf die Kaufentscheidung analysiert und quantifiziert. Darauf aufbauend wird ein Pkw-Besitz-Modell erstellt, welches die aktuelle und zukünftige Pkw-Flotte simuliert. Auf diese Weise können sowohl neue Mobilitätsformen als auch technologische Entwicklungen abgebildet werden.

 

Konsortium

Das Projekt ist Teil einer deutsch-japanischen Forschungskooperation, welche durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Sowohl in Deutschland als auch in Japan werden die Projekte mit ähnlichem Inhalt und Forschungsschwerpunkt durchgeführt. In regelmäßigen Abständen wird das Vorgehen abgestimmt, die Methodik gemeinsam weiterentwickelt und die Ergebnisse verglichen.

Das Konsortium auf deutscher Seite setzt sich aus dem Institut für Verkehrsforschung des DLR, dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT, der BMW Group sowie dem Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH zusammen.

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Fördergeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Projektdauer

09.2019 - 02.2022

 

Projektleitung ISB

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Tobias Kuhnimhof

 

Bearbeiter

Michael Schrömbges, M. Sc.